Die Amalfiküste
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Die Amalfiküste: die schönsten Orte und Ausflüge

Die Costiera Amalfitana oder auf Deutsch die Amalfiküste ist eine der schönsten Küsten Europas! Kein Wunder also, dass dieser Landstrich ca. 40 km südlich von Neapel Teil des UNESCO Weltkulturerbes ist. Begib dich mit unserem kleinen Tourguide nun an die spektakuläre Amalfiküste und erfahre mehr über die schönsten Orte und besten Ausflüge vor Ort:

#57 La Costiera Amalfitana – an der Amalfiküste ist man dem Paradies ganz nah

Die Amalfiküste bietet wirklich großartige Anblicke: Fischerdörfer in atemberaubenden, bunten Farben, eine zerklüftete Uferlandschaft, ein beeindruckendes Panorama, versteckte Buchten und traumhafte Strände. Nicht zu vergessen auch eine der eindrucksvollsten Küstenstraßen Europas, die Amalfitana, die sich hier entlang des blauen Meeres windet.

Die Amalfitana schlängelt sich von Sorrento nach Salerno und bietet einen grandiosen Ausblick.

Die schmale Küstenstraße, die insgesamt 16 Gemeinden der Küste miteinander verbindet, ist wirklich einzigartig! Sie schlängelt sich vorbei an grünen Landschaften, schroffen Steilhängen und türkis-blauem Meerwasser. Aber Achtung: die Amalfitana ist eine Serpentinenstraße und extrem kurvenreich. Einst wurde die Straße in der Mitte des 19. Jahrhunderts von den Bourbonen erbaut – und für Kutschen ausgelegt.

Tipps für einen Besuch an der Amalfiküste

Ein Besuch an der Amalfiküste ist im Frühling oder im Herbst (ab September/Oktober) zu empfehlen. So umgeht man die großen Besucherzahlen und die zum Teil teuren Preise im Sommer und profitiert dennoch vom schönen Wetter.

Es empfiehlt sich auch den Urlaub an der Amalfiküste mit verschiedenen Aktivitäten zu kombinieren. Denn neben Schwimmen kann man an der Amalfiküste noch so einiges unternehmen. Selbstverständlich ist im Meer baden immer möglich, allerdings sind die Strände eher klein und im Sommer oft überfüllt.

Anfahrt zur Amalfiküste

Die Anreise an die Costiera Amalfitana kann per Bus, Auto, Boot, Motorino oder Bummelzug erfolgen. Grundsätzlich hat man zwei Möglichkeiten: eine Anfahrt über Sorrento oder eine über Salerno.

Anreise mit dem Bus

Es gibt Busse in regelmäßigen Abständen, die Sorrento oder Salerno mit der Amalfiküste verbinden. Aber Achtung: in den touristischen Sommermonaten sind die Busse meist voll und überfüllt. Auch fährt man zum Teil recht lange auf der Amalfitana zu den einzelnen Orten – daher kann einem im Bus schon einmal schlecht werden! Während die meisten Orte an der Amalfiküste direkt angefahren werden, muss man für andere, wie z.B. Ravello, zuvor in Amalfi umsteigen.

Einige Dinge gilt es beim Busfahren an der Amalfiküste zu beachten:

  1. Bustickets vorab kaufen.
  2. An kleinen Haltestellen müssen Busse herangewunken werden, damit sie stehen bleiben.
  3. Nach der Hauptsaison unbedingt die Fahrtzeiten der Busse kontrollieren.

Anreise mit dem Auto

Von einer Anfahrt mit dem Auto in den touristischen Sommermonaten ist dringend abzuraten! Denn Auto fahren ist an der Amalfiküste im Sommer – und insbesondere zu den Stoßzeiten – keine gute Idee. Die Amalfitana ist recht stark befahren und teilweise sind die Straßen so eng, dass einzelne Abschnitte nur abwechselnd in einer Richtung befahren werden können. Eines der größten Probleme ist jedoch das Parken. Denn an der Amalfiküste gibt es nur wenige Parkplätze, die zum Teil mit hohen Parkgebühren verbunden sind.

Anreise mit dem Boot

Im Sommer weicht man am besten auf die Ausflugsboote oder die zahlreichen Fähren von Sorrento, Neapel oder Ischia aus.

Anreise mit dem Motorino

Auch eine Anfahrt mit dem Motorino ist möglich (z.B. von Sorrento aus). Hier lernt man die Amalfiküste von einer ganz neuen Seite kennen und kann jederzeit einen Stopp einlegen, um die herrliche Aussicht oder eine granita al limone bei einem der StraßenverkäuferInnen zu genießen.

Motorino fahren an der Amalfiküste ist ein ganz besonderes Erlebnis. Aber Achtung: die kurvenreiche Amalfitana ist zum Teil gefährlich!

Leider kommt es jedes Jahr zu Unfällen an der Amalfiküste, da viele Motorino-Fahrer bzw. -Fahrerinnen ungeübt sind. Denn die Küstenstraße ist abenteuerlich und einzelne Kurven nicht einsehbar. Aus diesem Grund hupen italienische Busse auch immer vor gefährlichen Kurven, bevor sie abbiegen. Aufpassen sollte man zudem mit dem Tanken an der Amalfiküste. Entlang der gesamten Strecke gibt es nämlich nicht überall eine Tankstelle – und unbedingt auch Wechselgeld mitnehmen!

Anreise mit dem Bummelzug

Von Sorrento aus kann man ebenfalls mit dem Bummelzug Richtung Amalfiküste aufbrechen. Herrlich klischeehaft, aber doch so schön – denn die gesamte Fahrt wird begleitet von italienischer Musik.

Die schönsten Orte an der Amalfiküste

Einige Orte an der Amalfiküste sind weltberühmt. Neben Amalfi und Positano finden sich hier z.B. auch Vietri sul Mare, Maiori, Minori, Ravello, Atrani, Conca dei Marini, Furore oder Nerano.

Vietri sul Mare

Fans der Keramikkunst sollten unbedingt einen Stopp in Vietri sul Mare einlegen! Schließlich ist der Ort berühmt für seine Tradition der handbemalten Keramik. Die farbenfrohe Majolika-Kunst kann im Ort vielfach bewundert werden – daher finden sich hier immer besondere Souvenirs und Mitbringsel für Zuhause.

Amalfi

Amalfi ist nun das Örtchen, das der gesamten Küste ihren Namen verleiht. Einst war Amalfi eine Seerepublik (wohlgemerkt die älteste Seerepublik Italiens), die ihre Glanzzeit im 10. und 11. Jahrhundert hatte.

Amalfi ist nur eine der vielen Perlen am Golf von Salerno.

Highlight im Herzen von Amalfi ist der majestätische Dom Sant’Andrea mit seinem Kreuzgang. Dabei ist der Dom des heiligen Andrea das beste Zeugnis der charakteristisch arabisch-sizilianischen Architektur.

Der Dom Sant’Andrea in Amalfi ist immer einen Besuch wert.

Der Dom entstand bereits im 10. Jahrhundert und dominiert bis heute das Stadtbild. Im 18. Jahrhundert wurde der Dom im Barockstil mit einer bezaubernden Freitreppe und dem Chiostro del Paradiso restauriert. Pflicht bei einem Besuch in Amalfi ist auf jeden Fall ein Foto auf den Stufen des Domes.

Ravello

Elegant und nobel liegt Ravello in luftiger Höhe auf einem Bergausläufer. Früher wurde Ravello von vielen Adeligen und Millionären bewohnt und neu entdeckt.

Ravello ist ein verstecktes, kleines Juwel an der Amalfiküste.

Besonders sehenswert sind in Ravello die imposanten Villen mit ihren exotischen Blumengärten, die als die schönsten der ganzen Amalfiküste gelten. Magnetischer Anziehungspunkt sind hier vor allem die Villa Rufolo und die Villa Cimbrone. Beide warten mit einem atemberaubenden Panorama auf das scheinbar endlose Meer auf.

Der Ausblick von Ravello auf die Küste ist spektakulär!

In Ravello liegt künstlerischer Charme in der Luft – so hat der Komponist Richard Wagner hier in der Villa Rufolo seine Inspiration für den zweiten Akt des Parsifal gefunden. Seit 1953 findet in der Villa Rufolo von Juli bis September auch immer eines der namhaftesten Musikfestivals Italiens statt: das Ravello Festival.

Positano

Der wohl bekannteste Ort der Costiera Amalfitana ist aber sicherlich Positano! Das ehemalige Fischerdörfchen zieht zahlreiche Touristen aus aller Welt an. Zu Recht, denn Positano ist ein Bild für die Götter: malerische Häuser, die sich terrassenförmig an hohen Felswänden türmen und einen einmaligen Blick auf das weite Meer ermöglichen!

Positano ist immer sehenswert und ein absolutes Must-see an der Amalfiküste.

Ein Aufenthalt in Positano ist immer mit vielen Stufen verbunden. Denn bis zum Strand führen einige Stufen hinunter und anschließend wieder hinauf. Es lohnt sich hier etwas mehr Zeit mitzubringen, um so den Sonnenuntergang am Strand zu beobachten.

Der wunderbare Blick auf Positano ist selbst bei einem eisgekühlten Getränk im Café garantiert.

In den gut besuchten Sommermonaten sollte man sich nicht vom Trubel in Positano abschrecken lassen. Daher sollte man – trotz Andrang – immer auch einen Stopp in den örtlichen Cafés und Geschäften einlegen.

Die besten Badeorte an der Amalfiküste

Unsere Bade-Tipps an der Amalfiküste sind:

  1. Der Strand von Atrani und Maiori. In Maiori befindet sich nämlich der längste und einzige richtige Sandstrand der Amalfiküste.
An der Amalfiküste gibt es viele kleine Strände und Buchten zu entdecken.

2. Der Fjord von Furore. Hier lässt sich ein würzig duftendes Bad unter einer 30 Meter hohen Brücke inmitten von türkisfarbenem Meerwasser und mediterranen Pflanzen einnehmen. Furore selbst ist eine der kleinsten Gemeinden Italiens mit nur etwa 800 Einwohnern und war Schauplatz des Federico Fellini Films Il miracolo.

3. Die Baia di Ieranto. Dieser Strand, den man von Nerano aus erreicht, ist ein wahres Naturparadies!

Weitere Ausflüge an der Amalfiküste

Weitere Empfehlungen und Aktivitäten an der Amalfiküste sind:

Grotta dello Smeraldo

Diese Grotte in Conca dei Marini ist ein smaragdgrün schimmernder Schatz. Da sie teilweise durch das Meer überschwemmt ist, kann die Grotta dello Smeraldo nur per Boot angefahren werden. Ein absolutes Highlight ist hier die Krippe aus Keramikfiguren unter Wasser, die zu Weihnachten oft im italienischen Fernsehen übertragen wird.

Wandertouren

Die Amalfiküste ist ein wahres Wanderparadies. Der berühmteste Wanderweg der Amalfiküste ist dabei wohl der Sentiero degli Dei, der Weg der Götter. Dieser führt vom kleinen Dorf Bomerano hoch über dem Wasser entlang der Küste bis nach Positano. Eine spektakuläre Wanderung, schönste Natur und grandiose Aussichten sind hier garantiert! Die Dauer der Wanderung beträgt etwa 5-6 Stunden – auch eine kürzere Variante mit nur 3 Stunden ist möglich.

Die gut duftenden und großen Zitronen der Amalfiküste gelten als die besten Italiens.

Ein weiterer, eindrucksvoller Wanderweg an der Amalfiküste ist der Sentiero dei limoni, also der Weg der Zitronen. Der Name hält hier, was er verspricht! Denn der Wanderweg, der Maiori mit Minori verbindet, führt vorbei an duftenden Zitronenhainen. Einst war die alte Straße sogar einer der meistgenutzten Wege der Amalfiküste, auf dem schon seit der Römerzeit der Anbau der traditionellen Zitronen florierte. Entlang des „Zitronenweges“ kann man – vor allem zwischen Frühling und Sommer – eine Tradition an der Amalfiküste beobachten: die Zitronenernte.

Hast du die Amalfiküste bereits besucht? Was möchtest du dort unbedingt sehen?

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