italienische Süßigkeiten
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Italienische Leckereien – Nutella & Co.

Leckereien jeder Art gehören zu den kleinen Freuden des Lebens. Vor allem italienische Süßwaren und Snacks zergehen oft regelrecht auf der Zunge. Da wir einfach nicht genug von italienischen Leckereien bekommen können, haben wir ihnen heute eine eigene Podcastfolge gewidmet. So geht es in dieser neuen Podcastfolge nun besonders süß und salzig zu:

#67 Dolce e salato – verführerische Leckereien aus Italien

Läuft dir beim Wort italienische Leckereien auch schon das Wasser im Mund zusammen? Dann haben wir jetzt ein paar deliziöse Empfehlungen für dich auf Lager! Und das Beste: alle Artikel findet man im nächsten Italienurlaub ganz einfach im Supermarkt!

Hier zu sehen: eine kleine Auswahl an italienischen Leckereien.

La merenda – eine italienische Tradition

Einige italienische Leckereien eignen sich perfekt als Snack für zwischendurch. Da italienische Kinder und Erwachsene nicht auf ihre Snacks verzichten können und wollen, sind die „merenda“ (der Snack) und die „merendina“ (der kleine süße Snack) mittlerweile sogar zur italienischen Tradition geworden. Da der Snack am Morgen wie am Nachmittag ein italienischer Ritus ist, kommt dem Snack in Italien eine ganz besondere Bedeutung zu.

Wie das Wort „merenda“ und seine Verkleinerungsform „merendina“ schon verraten, stammen beide von dem lateinischen Wort „merere“ ab, was so viel bedeutet wie „verdienen“. Damit sind die „merenda“ und die „merendina“ Leckereien, die man sich verdient hat. In der Regel liefern die „merenda“ bzw. die „merendina“ Energie und halten das Hungergefühl in Schach.

Unsere Top 10 an italienischen Süßigkeiten und Snacks

Die Liste an italienischen Konzernen und Produkten ist lang! Daher beschränken wir uns heute auf zehn italienische Unternehmen und einige ihrer wichtigsten Produkte. Daneben gibt es selbstverständlich aber noch viele andere italienischen Leckereien – denkt man jetzt nur einmal an Mentos, Chuppa Chups oder Fruitella vom italienisch-niederländischen Konzern Perfetti Van Melle. Einfach göttlich!

1) Mulino Bianco

Unser all-time Favourite ist Mulino Bianco (Deutsch: weiße Mühle). Mulino Bianco ist dabei eine echt italienische Marke im Besitz von Barilla, die Backwaren wie „biscotti“ (Deutsch: Kekse) oder „merendine“ (Deutsch: kleine Snacks) herstellt. Neben diversen (Vollkorn-)Keksen wie Gran Cereale, Macine, Molinetti, Cuor di Mela, Ritornelli oder Abbracci sind hier vor allem „merendine“ wie Flauti oder die Brioche Nastrine bekannt. Vor allem der Klassiker unter den italienischen Mulino Bianco Keksen ist ein echter Hingucker! Der Name dieser sternenförmigen Kekse lautet passenderweise „pan di stelle„, da „stelle“ auf Italienisch Sterne bedeuten.

Pan di stelle“ sind ein echter Klassiker unter den italienischen Keksen!

Gegründet wurde die Marke Mulino Bianco im Jahr 1974 von Giovanni Maestri. Hauptsitz von Mulino Bianco ist in Parma, in der italienischen Region Emilia-Romagna. Heute wirbt Mulino Bianco unter anderem mit den Werbeslogans „Le cose buone ci rendono felici“ (Deutsch: die guten Dinge machen uns glücklich) oder „Mulino Bianco, un mondo buono“ (Deutsch: Mulino Bianco, eine gute Welt).

Tipp: Den Mulino Bianco Keks am Morgen unbedingt in den noch warmen caffè oder cappuccino tauchen. Herrlich!

2) Ferrero

Ohne den nächsten italienischen Süßwarenhersteller geht in Italien – und weltweit – einfach gar nichts. Die Rede ist natürlich von Ferrero und seinem Hauptprodukt Nutella. Das Unternehmen selbst wurde dabei bereits im Jahr 1946 vom Konditor Pietro Ferrero senior, dem Erfinder der berühmte Nuss-Nougat-Creme Nutella, in Alba gegründet. Sein Sohn Michele Ferrero führte das Unternehmen später zu internationaler Bekanntheit. Noch heute ist die Ferrero-Gruppe vollständig in Familienbesitz und wird nun schon in dritter Generation geführt. Mittlerweile vertreibt Ferrero seine Produkte in über 170 Ländern – mit einem Gewinn von insgesamt 12,3 Milliarden Euro (Stand 2020).

Die Produkte bei Ferrero sind vielfältig. So gehören neben der Nuss-Nougat-Creme Nutella und diversen Nutella-Produkten zum Beispiel auch Leckereien wie Ferrero Küsschen, Ferrero Rocher, Raffaello, Mon Chéri, Giotto, Hanuta, Duplo, Milchschnitte, Estathé sowie die Kinder-Reihe mit Kinder Überraschung, Kinder Schoko-Bons, Kinder Pinguin, Kinder Maxi King, Kinder Happy Hippo, Kinder Bueno, Kinder Country, usw. zum Sortiment von Ferrero.

Interessante Fakten über Nutella:

Jährlich werden etwa 250.000 Tonnen Nutella verkauft. Diesen Erfolg hat die italienische Post zum 50. Geburtstag von Nutella entsprechend mit einer eigenen Briefmarke gewürdigt. Dabei hieß Nutella jedoch nicht immer Nutella! In den 1940er Jahren hörte der Brotaufstrich nämlich noch auf den Namen „Pasta gianduja„. In den 1950er Jahren wurde er dann unter dem Namen „Supercrema gianduja“ vertrieben und erst ab 1962 in Nutella umbenannt. Das Wort Nutella selbst ist eigentlich ein Kunstwort, das sich aus dem englischen Wort „nut“ (Deutsch: Nuss) und „-ella„, der italienischen weiblichen Verkleinerungsform, zusammensetzt. Auch die Rezeptur von Nutella ist nicht in allen Ländern gleich. So ist die Nutella in Italien zum Beispiel glänzender, weicher und schmeckt süßer als im deutschsprachigen Raum. 2020 gab es die limitierte Special-Edition von Nutella mit 30 verschiedenen und berühmten Motiven aus Italien (z.B. Cinque Terre oder Capri) in italienischen Supermärkten zu erwerben.

Die Sonderedition von Nutella hat die Schönheiten Italiens gefeiert.

Nutella-Tipp: Die Nutella nicht im Kühlschrank aufbewahren, da sie sonst zäher und härter wird.

3) Loacker

Lecker, leckerer, am leckersten: Loacker Waffeln! Genau wie Ferrero schreibt auch dieser Süßwarenhersteller aus Unterinn in Südtirol Familiengeschichte. Denn Loacker ist ebenfalls ein reines Familienunternehmen, das hauptsächlich Waffeln und Schokoladenfeingebäck produziert. Schon im Jahr 1925 wurde Loacker vom Konditor Alfons Loacker gegründet. Besonderheit bei Loacker ist nun, dass sie ausschließlich 100% italienische Haselnüsse verwenden, die auf eigenen Plantagen oder in Zusammenarbeit mit lokalen Bauern angebaut werden. Mittlerweile werden Loacker Produkte in mehr als 100 Ländern vertrieben – unter anderem auch im Nahen Osten, China und Japan.

Zur Marktführerschaft in Italien haben sicherlich auch die Loacker Gnometti (Deutsch: die Loacker Gnome) beigetragen. Schließlich sind die TV-Spots mit dem Anführer Mestolo, Ciocolotto (der Zauberer der Schokolade), Mimmola (die Dorfmutter), Cialdino (der Waffel-Kenner), Vanigliola (die Hüterin von Vanille und Aromen), Nocciolo (der Haselnussmeister) oder Quadratolo (der Meister der Quadratini) legendär!

4) Perugina

Unsere nächste Süßigkeit geht direkt ins Herz: die Schokoladen-Praline Baci Perugina! Hinter diesem Produkt steht die italienische Marke Perugina, die 1907 in Perugia gegründet wurde. „Il bacio perugina“ (Deutsch: der Kuss aus Perugia) ist dabei DIE Ikone der italienischen Pralinengeschichte. Ihr Geheimnis liegt sicherlich in der Liebesbotschaft und der ganzen Haselnuss, gepaart mit dunkler Schokolade und einer herrlichen Haselnuss-Cremefüllung.

Die Idee zur Verpackung und zum Liebesspruch stammt dabei von Federico Seneca, dem Art Director der Perugina in den zwanziger Jahren. Dieser hatte sich das Gemälde „Il Bacio“ (Deutsch: der Kuss) des Malers Francesco Hayez zum Vorbild genommen und so die typische blaue Schachtel mit dem Bild der zwei sich küssenden Verliebten geschaffen. Dazu inspiriert wurde Federico Seneca der Legende nach von Luisa Spagnoli, der Ideengeberin der Schokoladen-Praline. Diese soll ihrem Geliebten Giovanni Buitoni angeblich immer kurze Nachrichten geschickt haben, die sie in Pralinen versteckt hat. Giovanni Buitoni soll dann der Praline auch ihren Namen „il bacio“ gegeben haben.

Jeder kennt und liebt sie: „Baci Perugina„.

Neben den klassischen Baci Perugina gibt es mittlerweile auch verschiedenste Pralinen-Versionen wie „fondentissimo„, „latte avvolgente„, „bianco armonioso„, „bacetti“ und weitere limitierte Sonderpralinen. Auch ein Aufstrich mit dem Namen „Crema Baci Perugina“ ist zu finden.

5) San Carlo

Die Chips von San Carlo sind eine wahrhaft salzige Verführung und Italiens erste Wahl, wenn es um „patatine“ (Deutsch: Kartoffelchips) geht. San Carlo Chips sieht man in Italien einfach an jeder Ecke – denn jede Bar oder Strandbar bietet sie meist in einer kleinen, kompakten Verpackung an. Dank des Geschmacks und der hohen Qualität seiner Produkte ist der italienische Marktführer San Carlo Gruppo Alimentare S.p.A. inzwischen auch ein weit über Italien hinaus etablierter Hersteller von Kartoffelchips, Snacks und anderen Backwaren.

Der Anfang des Mailänder Unternehmens geht auf das Jahr 1936 zurück, als Francesco Vitaloni sein Unternehmen nach der Mailänder Kirche San Carlo al Lazzaretto „Rosticceria San Carlo“ nannte. Mittlerweile wurde aus der „Rosticceria San Carlo“ ganz einfach „San Carlo„. Während zu Beginn lediglich 20 Kilo pro Tag an Knusperchips produziert wurden, werden die Produkte heutzutage in mehr als 30 Ländern verkauft. Über allem schwebt der Slogan „la vita è buona“ (Deutsch: das Leben ist gut), der die italienische Lebensweise versinnbildlicht. Denn schließlich gibt es immer einen Grund zur Freude und einen Grund sich gemeinsam mit FreundInnen einen Snack zu gönnen.

6) Bauli

Die nächste Köstlichkeit „made in Italy“ stammt nun vom Familienbetrieb Bauli. Hier ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei, denn von saisonalen Produkten (z.B. Pandoro di Verona) über verschiedene colombe (italienische Osterkuchen) bis hin zu Produkten für jeden Tag (z.B. diverse Croissants mit verschiedenen Cremes und Füllungen) und „merendine“ ist alles vertreten. Dank ihrer hausgemachten Rezepte und Traditionen werden die Produkte von Bauli mittlerweile in rund 70 Ländern auf fünf Kontinenten verkauft.

Dabei nimmt alles im Jahr 1922 mit Ruggero Bauli in Verona seinen Anfang. Denn wie viele andere Italiener auch hatte Ruggero Bauli den Traum nach Argentinien auszuwandern. Nach anfänglichen Schwierigkeiten (der erste Dampfer, Principessa Mafalda, ging bei der Überfahrt unter), gelangte er doch noch nach Argentinien. Nach zehn Jahren in Argentinien beschloss Ruggero Bauli dann jedoch wieder nach Verona zurückzukehren und eine „pasticceria“ zu eröffnen. Diese sollte schon bald zur beliebtesten Konditorei der ganzen Stadt werden.

7) Pavesi

Bis heute konzentriert sich die Produktion von Pavesi, mittlerweile Teil der Barilla-Gruppe, in drei Hauptbereiche: Cracker, Frühstückskekse und Snacks. Besonders zu empfehlen sind unserer Meinung nach die gesalzenen Cracker Gran Pavesi Cracker Salati oder die Ringokekse mit Kakao oder Vanille. Die Keksfabrik selbst wurde 1937 von dem Konditor Mario Pavesi in Novara gegründet und nach dem Zweiten Weltkrieg weitergeführt. Damals wurden einzigartig geformte und leichte Kekse auf den Markt gebracht, die Energie liefern sollten und somit ideal für Kinder waren. Auch war Pavesi einer der ersten, der Kekse in Italien in einer Verpackung verkaufte.

Die Popularität des Unternehmens nahm in Italien deutlich zu, nachdem Achille Campanile, ein italienischer Journalist und Schriftsteller, humoristische Kinderreime mit den Pavesini (so hießen die Produkte ab 1952) verfasste. Vielleicht lag es aber auch am Topo Gigio (Deutsch: die Maus Gigio), der seit 1963 der geheime Star der Pavesini war.

8) Fida

Mit unserem nächsten italienischen Unternehmen gehen wir einmal weg von den typischen Leckereien wie Kekse, Schokolade, Chips u.a. Denn Fida produziert „caramelle gommose“ (Deutsch: Gelee- und Fruchtbonbons) in höchster Qualität. Gelee- und Fruchtbonbons sind wirklich typisch für Italien – und wir finden: je besser sie an den Zähnen kleben bleiben, desto besser! Also gerne im nächsten Urlaub Produkte wie Bonelle oder Sanagola probieren.

Fida hat ihren Sitz in Castagnole delle Lanze und wurde 1973 gegründet. Bis heute ist das Unternehmen ein Marktführer in Sachen Gelees und Süßigkeiten.

9) Misura

Den nächsten Namen sollte man sich merken: Misura! Dieses Unternehmen ist nämlich der perfekte Tipp für all jene, die an Unverträglichkeiten leiden oder gerne auch Leckereien ohne Ei und Milch zu sich nehmen möchten. Neben „merende“ wie cornetti, ciambelline, tortine oder plumcake stellt Misura zudem Pasta, Zwieback, Müsli oder zum Beispiel Säfte her. Ganz allgemein bestehen alle Produkte von Misura zu 100% aus Vollkornmehl, sind mit Sauerteig und frischen italienischen Eiern aus Bodenhaltung (wenn Eier unter den Zutaten sind) gemacht, dabei reich an Ballaststoffen und ohne zusätzliche Fette, Konservierungs- und Farbstoffe oder Palmöl.

Zusätzlich ist das Mailänder Unternehmen Misura ein Pionier in Sachen Wellness und Umwelt. Erst zuletzt konnte Misura seinen Plastikverbrauch um 30% reduzieren; außerdem sind alle Produktverpackungen zu 100% recycelbar.

10) Vicenzi Group

Das letzte italienische Unternehmen auf unserer Liste ist die Vicenzi Group. Diese besteht aus den drei Marken Matilde Vicenzi, Grisbé und Mr. Day. Zusammen bieten sie eine breite Palette von Süßwaren an, wie diverse Blätterteig-Gebäckwaren (z.B. Millefoglie), Savoiardi, Amaretti oder Cantuccini.

Die Vicenzi-Gruppe in ihrer heutigen Gestalt entsteht dabei erst im Jahr 2005 unter Giuseppe Vicenzi. Das Unternehmen an sich geht aber bereits auf Nonna Matilde, die Oma von Giuseppe Vicenzi, zurück. Denn 1905 führte besagte Nonna Matilde das Familienunternehmen in San Giovanni Lupatoto fort und ebnete so den Weg für die heutige Vicenzi Group. Mittlerweile exportiert das italienische Unternehmen nach Europa, Russland, Asien, Nordamerika, Lateinamerika und sogar Afrika.

Welche italienischen Leckereien lassen dein Herz höher schlagen? Erzähle uns gerne mehr dazu.

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