Gardasee
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Gardasee – die schönsten Orte für den Urlaub

Eine der beliebtesten Urlaubsregionen Italiens – vor allem bei österreichischen und deutschen Gästen – ist der Gardasee oder auf Italienisch der Lago di Garda. Aus diesem Grund haben wir dieses Urlaubsziel im Norden Italiens und seine Uferlandschaften genauer unter die Lupe genommen. Mehr zum Gardasee und seinen schönsten Orten kannst du auch hier in unserem kleinen Reise-Guide hören:

#64 Lago di Garda – warum es am Gardasee so schön ist

Der Gardasee zieht jährlich viele BesucherInnen an. Trotz der hohen Besucherzahlen, hat der Gardasee seine eigenen Reize und verspricht immer einen schönen Aufenthalt. Ganz egal, ob man also einen Sonnenaufgang bzw. einen Sonnenuntergang am See genießt, am Ufer des Gardasees entlangspaziert und dabei ein Eis isst, dem Plätschern der Wellen zuhört, sich dem Duft von Oleander- oder Magnolienbäumen hingibt oder Zitronen in Limone pflückt – man kann es sich einfach gut gehen lassen am Gardasee! Praktischerweise kommt man hier auch als deutschsprachiger UrlauberIn meist ohne ein Wort Italienisch recht weit.

Fakten zum Gardasee

Der Lago di Garda ist der größte italienische See. Er bekommt seinen Namen von der gleichnamigen Gemeinde Garda am Ostufer des Gardasees. Ihm folgt der Lago Maggiore, der zweitgrößte See Italiens.

Der größte See Italiens ist auf drei Seiten von den Ausläufern der Alpen umgeben.

Das Besondere am Gardasee ist seine Lage – denn diese ist einfach spektakulär! Mit seinem nördlichen Teil liegt der 51 km lange und an seiner breitesten Stelle 17 km breite Gardasee inmitten der Alpen, während er mit seinem südlichen Teil fast bis in die Poebene reicht. Obwohl der Gardasee an seiner tiefsten Stelle gut 346 m misst, liegt er selbst aber nur auf 65 m über dem Meeresspiegel. Dadurch ragen die Gipfel des Gebirgszugs Monte Baldo mehr als 2000 m über den Gardasee hinaus. Ein wunderbares Panorama!

Klima am Gardasee

Einer der vielen Trümpfe des Gardasees ist das sogenannte insubrische Klima. Dieses sorgt für angenehm milde Temperaturen, auch wenn jenseits der Alpen das Wetter oft ganz anders aussieht. Während es bei uns im Frühling zum Beispiel oft noch kalt ist, ist es an Ostern am Gardasee bereits angenehm frühlingshaft. Nur fürs Baden ist es noch eindeutig zu früh.

Im Gegensatz zum Gardasee bekommen die weiter westlich gelegenen Seen Italiens, wie der Lago Maggiore, der Lago di Como (Deutsch: der Comer See) oder der Lago di Lugano (Deutsch: der Luganer See) – vor allem im Frühling – mehr Regen ab. Unbedingt meiden sollte man den Gardasee an Ferragosto, am 15. August. Denn an diesem wichtigen italienischen Feiertag hat ganz Italien Urlaub. Mehr über Ferragosto erfährst du hier.

Urlaub am Gardasee

Der Gardasee hat viele Gesichter und bedient mitunter verschiedene Urlaubsansprüche. Wer also auf der Suche nach einem Entspannungsurlaub, einem Badeurlaub, einem Aktiv- und Outdoorurlaub, einem Campingurlaub oder einem Familienurlaub ist, der kommt am Gardasee definitiv auf seine Kosten!

Der Norden des Gardasees ist DER Hotspot schlechthin, wenn es um Wassersportarten wie zum Beispiel Windsurfen, Kitesurfen, Segeln, SUP, Kajak Fahren, Rafting, Schwimmen oder Tauchen geht. Auch Bergsteigen, Wandern, Mountainbike fahren oder Klettern ist am Gardasee möglich. Einer der größten Badestrände am Gardasee ist die „Spiaggia Sabbioni„. Dieser Strand in Riva del Garda ist sogar im August nicht überlaufen. Auch der Osten des Gardasees eignet sich gut für den Badeurlaub. Hier sind viele Familienstrände zu finden.

Die vier Uferabschnitte und die schönsten Orte am Gardasee

Die Ufer und Ortskerne am Gardasee sind gut erhalten und wurden in den letzten Jahren kaum verändert. Im Folgenden werfen wir einen genauen Blick auf die einzelnen Ufer und einige seiner Ortschaften. Neben diesen gibt es zahlreiche weitere schöne Orte am Gardasee. Für einen Gesamteindruck des Gardasees und seiner Ufer lohnt es sich hier auch eine Schifffahrt vom Wasser aus zu machen, da die Schiffe zum Teil über den ganzen See fahren.

Tipp: die Garda Promotion Card ist eine 3-Tageskarte, die für zahlreiche Nachlässe und Vergünstigungen am Gardasee sorgt. Dazu zählen einige Sehenswürdigkeiten im Bereich Kultur und Unterhaltung, wie zum Beispiel Museen oder Vergnügungsparks. Die Umgebung des Gardasees ist unter anderem berühmt für seine Vergnügungsparks.

Das Nordufer des Gardasees

Der Norden des Gardasees ist unweigerlich mit einem sportlichen Urlaub verbunden. Die Winde, die hier regelmäßig über den See blasen, sind eine Spezialität und die wahren Stars des nördlichen Gardasees, die man nutzen sollte! Schon früh am Morgen lockt der „Vento„, der frische Haupt-Nordwind, während zu Mittag die „Ora„, der warme Haupt-Südwind einsetzt. Die folgenden Orte sollte man am Nordufer des Gardasees nicht verpassen: Riva del Garda, Limone sowie Malcésine.

1) Riva del Garda

Riva del Garda ist der zweitgrößte Ort am Gardasee. Offiziell gehört die Ortschaft jedoch erst seit dem Ende des Ersten Weltkriegs zu Italien. In der Vergangenheit hat Riva del Garda bereits zahlreiche literarische Größen, wie zum Beispiel Friedrich Nietzsche, Thomas Mann, Rainer Maria Rilke oder Franz Kafka angezogen.

Absolutes Highlight in Riva del Garda ist die „Cascata del Varone„. Dieser Wasserfall bietet ein eindrucksvolles Naturschauspiel!

2) Limone

Dieses kleine Dörfchen im Nordwesten des Gardasees gehört zu den Tourismushochburgen am Lago di Garda. Erwähnenswert sind in Limone unter anderem die zahlreichen „limonaie„, die Gewächshäuser für Zitronen. Ihre Reste sind entlang des Wassers zu finden. Einst wurden hier seit dem 13. Jahrhundert Zitronen gezüchtet.

Der Ortsname Limone leitet sich jedoch nicht von den sogenannten limoni (Deutsch: Zitronen) ab, sondern vom lateinischen Wort „limes“ (Deutsch: Grenze). Denn bis 1918 bildete Limone die Grenze zwischen Österreich und Italien. Noch heute trennt Limone die italienischen Regionen Trentino-Südtirol und die Lombardei voneinander.

Skurriles über Limone: 5 EinwohnerInnen von Limone tragen ein geheimnisvolles Protein in sich, das über Generationen weitervererbt wird und vor Herzinfarkt und Arterienverkalkung schützt.

3) Malcésine

Malcésine ist der einzig größere Ort am Nordufer. So hat Malcésine knapp 3.600 EinwohnerInnen. Bekannt ist dieser Ort für seine „Funivia Monte Baldo“ (Deutsch: die Monte-Baldo-Seilbahn) zum 1760 Meter hoch gelegenen Gipfel des Monte Baldos. Bei dieser Seilbahn handelt es sich um eine Panoramaseilbahn. Oben wartet ein spektakulärer Ausblick auf den Gardasee – und Wander-, Kletter- sowie Mountainbike-Wege.

Highlight in Malcésine ist auch das „Castello Scaligero“ (Deutsch: die Scaligerburg). Diese Burg bietet einen fantastischen Ausblick auf den Gardasee und das Häuserdach von Malcésine. Schon Johann Wolfgang von Goethe malte die Burg im Jahr 1786 und wurde deswegen in Malcésine schon fast verhaftet. Durch Goethe wurden Malcésine und seine Burg berühmt.

Das Ostufer des Gardasees

Das Ostufer stellt das noble Eckchen des Gardasees dar. Besonders exklusiv ist hier der Ort Garda. Zu nennen ist auch Bardolino.

1) Garda

Im Jahr 768 wurde Garda von Karl dem Großen zur Grafschaft erhoben. Seitdem hört der See in Norditalien auf den Namen Lago di Garda und löst damit seine frühere lateinische Bezeichnung „Benacus“ ab.

Garda verspricht mediterranes Urlaubsfeeling pur. Hier kann man nicht nur durch eine autofreie Altstadt flanieren oder wunderbar an der Seepromenade entlang spazieren, sondern auch bestes italienisches gelato (Deutsch: Eis) genießen.

2) Bardolino

In Bardolino steppt der Bär! Möchte man also einen Urlaub unter Menschen genießen, dann sollte man nach Bardolino fahren. Highlight ist in Bardolino die „Piazza Principe Amedeo“ – denn hier ist immer etwas los!

Bekannt ist Bardolino ebenfalls für seinen Rotwein. Dieser hellrote, leichte Wein wird im Hinterland von Bardolino, in der sogenannten „Strada del Vino„, angebaut. Auch Oliven wachsen in der sogenannten „Riviera degli Olivi“ besonders gut.

Das Südufer des Gardasees

Das Südufer des Gardasees ist – im Vergleich zum Norden des Gardasees – sehr verändert. Die Landschaft geht weg vom Gebirge und wird flach. Bis heute ist der Süden des Gardasees in italienischer Hand! Die folgenden drei Orte sollte man am Südufer nicht verpassen: Desenzano del Garda, Sirmione und Gardone Riviera.

1) Desenzano del Garda

Der größte Ort am Gardasee ist Desenzano del Garda. Dieser Ort ist nachts, am Wochenende und in den Sommermonaten äußerst beliebt und gut besucht. Perfekt also, wenn man auf einen Einkaufsbummel oder einen Diskotheken-Besuch im Umland aus ist. Absolutes Highlight ist in Desenzano del Garda auch die Mole von Desenzano, die Uferpromenade. Sonnenuntergänge sind hier besonders atemberaubend!

Die vielen Sehenswürdigkeiten in Desenzano del Garda machen einen Abstecher in den größten Ort am Gardasee immer lohnenswert. 

Sehr beliebt ist Desenzano del Garda bei den Mailänder und -innen. Viele haben hier Zweitwohnungen oder Ferienwohnungen/-häuser.

2) Sirmione

Das beschauliche Sirmione liegt auf einer Halbinsel in der Mitte des Südufers. Dieser Ort lockt BesucherInnen insbesondere mit seiner römischen Vergangenheit. Denn zur Zeit der Römer war Sirmione als Heilbad bekannt. Die schwefelhaltigen Quellen sollen dabei beispielsweise bei Herzkreislauferkrankungen, Atemwegserkrankungen, HNO-Erkrankungen, Hautkrankheiten oder bei Rheumatismus helfen.

Das Thermalwasser von Sirmione entspringt auf 2.200 m Höhe, im Wasserbecken des Monte Baldo. Nach einigen Jahren, in denen das Wasser auf dem Grund des Gardasees mit Mineralien angereichert wurde, entspringt es aus den Quellen Boiola, Virgilio und Catullo mit einer Temperatur von 69° C.

Eine Top-Sehenswürdigkeit in Sirmione sind die „Grotte di Catullo“ (Deutsch: die Grotten des Catull). Diese gehören zu den bedeutendsten archäologischen Fundstellen Oberitaliens. Bei den „Grotte di Catullo“ handelt es sich um die Reste einer römischen Villa. Vermutlich handelte es sich hierbei ursprünglich um ein antikes Sanatorium mit einem Thermalbad.

3) Gardone Riviera

Der Ort Gardone Riviera ist unweigerlich mit dem italienischen Schriftsteller und Dichter Gabriele D’Annunzio verbunden. 1921 baute sich D’Annunzio hier sein letztes Haus, in dem er auch bis zu seinem Tod leben sollte. Dieses Haus hört auf den Namen „Vittoriale degli Italiani„. Heute ist das Haus ein Museum und im Besitz des italienischen Staates.

Die Anlage des „Vittoriale degli Italiani“ umfasst einen Park mit Freilichttheater, ein Mausoleum (seit 1963 ist der Dichter hier begraben) und das Wohnhaus des exzentrischen Dichters. Letzteres kann man nur mit einer Führung besichtigen.

Das Westufer des Gardasees

Am Westufer des Gardasees lässt sich la dolce vita genießen! Hier kann man in aller Ruhe seinen caffè genießen und dabei auf den See hinausblicken.

Ein großer Tipp am Westufer ist der Ort Salò und sein Wochenmarkt südlich der Altstadt, der jeden Samstag abgehalten wird und einer der größten Märkte am Gardasee ist.

Kulinarik

Ein sportlicher Urlaub am Gardasee verlangt nach viel Pasta! Im Norden des Gardasees sollte man daher unbedingt pasta fresca (Deutsch: frische Pasta) mit tartufi bestellen. Denn am Monte Baldo finden sich eine Vielzahl von Trüffelarten – unter anderem auch der Sommertrüffel. Wie du den Sommertrüffel auch zuhause genießen kannst, das erfährst du hier.

Neben Pasta und Trüffel isst man am Gardasee auch besonders gerne „Prosciutto con melone“ (Deutsch: Parmaschinken mit Honigmelone). Ein absoluter Klassiker unter den italienischen „antipasti„, der sich perfekt für den Sommer eignet. Auf der Speisekarte am Gardasee darf auch eines nie fehlen: Fisch! Besonders beliebt ist hier die „trota„, die Forelle aus den Flüssen und Bächen der Region.

Hast du, oder jemand, den du kennst, demnächst vor an den Gardasee zu fahren? Dann schicke diesen Post gerne weiter.

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