Souvenirs auf einem italienischen Markt
Blog zum Podcast,  Kultur,  Reisen

Italienische Märkte – der Toptipp für den Sommer

Der Sommer naht – und da macht ein Marktbesuch in Italien besonders viel Spaß! Kaum ein anderes Land in Europa kann schließlich mit so vielen Märkten aufwarten wie Italien. Kein Wunder also, dass italienische Märkte berühmt sind! Ein Besuch auf einem italienischen Markt lohnt sich wirklich immer, denn hier bekommt man alles, was das Herz begehrt. Wer mehr über das italienische Markttreiben erfahren möchte, der sollte gleich in diese Podcastfolge hineinhören:

#55 Al mercato – italienisches Marktflair erleben

Auf italienischen Märkten gibt es alles – natürlich auch frisches Obst und Gemüse, das mit guter Qualität überzeugt!

Der Besuch eines italienischen Marktes ist immer ein wahres Erlebnis – für alle Sinne!

Märkte in Italien

In Italien ist vom Wochenmarkt, über den Flohmarkt bzw. Antikmarkt, dem Blumenmarkt bis hin zu Fischmärkten und Markthallen etc. einfach alles vertreten. Jede noch so kleine italienische Ortschaft kann in der Regel ihren eigenen Wochenmarkt vorweisen. Meist kann man diesen auch gar nicht verpassen, befindet er sich doch eigentlich immer im Stadt- oder Ortszentrum. Dabei ist von kleinen bis hin zu großen Märkten wirklich alles dabei! Meist ist ein italienischer Markt abhängig von der Größe des Ortes oder der Stadt. So können größere Märkte sogar bis zu 100 Stände und mehr umfassen. Vor allem in den heißen Sommermonaten gibt es in den beliebten Tourismus-Regionen viele zusätzliche Markttermine (z.B. an der Adriaküste) – auch in Strandnähe.

Auf italienischen Märkten sind aber nicht nur Touristen und -innen unterwegs, sondern vor allem auch Einheimische! Denn diese kaufen meist mit großer Begeisterung auf italienischen Märkten ein. Dabei ist der Besuch auf einem italienischen Markt hauptsächlich eins: lautstark! Ohne einen gewissen Lautstärkepegel geht auf italienischen Märkten schließlich nichts – genau wie das dazugehörige Durcheinander-Gewusel.

Tipp: unbedingt entsprechend viel Zeit und Geduld für einen italienischen Marktbesuch mitbringen – und sich nicht verrückt machen lassen.

Was findet man auf italienischen Märkten?

Auf italienischen Märkten bekommt man so ziemlich alles. Daher ist hier wirklich für jede und jeden etwas mit dabei! Verkauft werden neben regionalen Spezialitäten wie Gewürzen, Weinen, Ölen, Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten sowie Wurst- und Käsewaren, auch oft Haushaltswaren, Geschirr, Wohnaccessoires, Kleidung, Schuhe, sonstige Lederwaren, Handtücher, Decken, Spielzeug, Taschen, Sonnenbrillen und vieles mehr. Nicht zu vergessen natürlich der ganze Ramsch und Kitsch, der auf italienischen Märkten angeboten wird. Denn was wäre ein italienischer Markt schon ohne Ramsch und Kitsch!

Auch mit lokalen oder regionalen Kunstwerken wird auf italienischen Märkten gehandelt.

In der Regel müssen die einzelnen Markt-Stände nach qualitativ guten Sachen durchsucht werden. Denn die gibt es – neben vielen billigen Artikeln – selbstverständlich auch. So kann man auf italienischen Märkten auch oft lokales oder regionales Kunsthandwerk finden.

Tipp: wer auf der Suche nach den schönsten Reise-Souvenirs ist, der sollte unbedingt auf einem italienischen Markt vorbeischauen!

Wie schaut es mit den Preisen aus?

Die Preise auf italienischen Märkten sind meist günstig. Schmuck und Kleidung (vor allem Tops und T-Shirts) gibt es in allen möglichen Formen und Farben – abhängig von Region und Markt – beispielsweise schon ab 1€. Auch Lebensmittel sind auf italienischen Märkten von hoher Qualität und in der Regel sogar günstiger als in den Supermärkten! Während man bei vielen Dingen erst um den Preis feilscht, ist es bei Lebensmitteln üblich, den geforderten Preis zu bezahlen.

Zitronen werden auf vielen italienischen Märkten zum Verkauf angeboten.

Achtung: auf italienischen Märkten kann man meist nicht mit Karte oder Kreditkarte zahlen! Daher für einen Markttag unbedingt auch Bargeld und Wechselgeld einstecken. Vor allem kleinere Scheine und Münzen sind hilfreich, insbesondere um Kleinigkeiten wie Street-Food oder Getränke zu kaufen.

Tipp: ein überaus nützlicher Satz auf einem Markt in Italien ist: „Quanto costa“?, also „Was kostet es“?

Tipps für einen Marktbesuch

Ganz allgemein sollte man ein paar Dinge auf einem italienischen Markt beachten:

  • Früh hingehen! Denn in der Regel beginnt ein Markttag am frühen Vormittag und dauert nur bis kurz nach Mittag. Zu später Stunde sind meist auch die besten Sachen schon vergriffen (frischen Fisch gibt es z.B. eher nur frühmorgens). Ganz prinzipiell liegen die Kernzeiten von italienischen Märkten zwischen 08.00 und 13.00 Uhr. Natürlich sind auch ein früherer Beginn und ein späteres Ende möglich.
  • Große Markthallen haben üblicherweise täglich geöffnet – einzige Ausnahme Sonntag. Italienische Märkte an einem Sonntag sind überhaupt eher eine Ausnahme.
  • Schnell beim Kauf sein! Schöne Dinge unbedingt festhalten und nicht zurücklegen. Denn sonst sind sie weg!
  • Ganz allgemein gilt: Wertdinge in großen Menschenmengen nicht außer Acht lassen.
  • Der Kauf von gefälschten Designartikeln (z.B. Designertaschen) ist illegal und verboten! Man riskiert, wenn man erwischt wird, hohe Geldstrafen.

Essen und Trinken auf einem italienischen Markt

Essen und Trinken gehört auf einem italienischen Markt einfach mit dazu! Daher finden sich auf italienischen Märkten üblicherweise Stände mit diversem „Streetfood italiano“, die vor Ort einfach per Hand und „to go“ gegessen werden können. In der Regel gehört italienisches Streetfood nicht gerade zu den „leichten“ Mahlzeiten, denn es ist häufig frittiert. Das Streetfood ist in Italien dabei genauso vielfältig wie das Land selbst, denn jede Region hat ihre ganz eigenen Streetfood-Spezialitäten. Das italienischte Streetfood sind vermutlich die pizzette, also einzelne Pizza-Stücke. Aber natürlich dürfen hier auch arancini, cuoppi di pesce, focaccie, frittatine, frittura mista, panini, panzerotti, piadine, olive ascolane oder tramezzini nicht fehlen. Wie du die perfekten arancini auch zu Hause zubereiten kannst, erfährst du hier.

Neben dem traditionellen Streetfood kann Italien in den letzten Jahren aber auch mit etlichen Neukreationen aufwarten. So gibt es verschiedene Neuschöpfungen beim Streetfood, wie z.B. das sogenannte trapizzino. Bei diesem handelt es sich um ein römisches Streetfood, das aus einer aus Pizzateig gebackenen Dreieckstasche besteht, die entsprechend mit verschiedensten Füllungen angereichert wird.

Das trapizzino ist eine leckere Kombination aus italienischem Sandwich, tramezzino und pizza.

Auch süßes Streetfood gibt es auf den Märkten in Italien. Dabei ist die Palette an süßem Gebäck groß. In Neapel finden sich hier z.B. zeppole (frittierte Brandteifkrapfen mit Vanillecreme oder anderen Füllungen) oder eben auch Eis im Sommer.

Tipp: in Brusaporto in der Lombardei können einmal im Jahr verschiedenste Streetfood-Spezialitäten auf einmal probiert werden.

Unsere absolute Empfehlung: Porta Portese in Rom

Porta Portese in Rom ist wohl der bekannteste Markt in Italien! Diesen gibt es bereits seit dem Ende des 2. Weltkriegs – und heute ist Porta Portese einfach legendär. An über 700 Ständen können wirklich die verrücktesten Gegenstände ersteigert werden, darunter z.B. skurrile Film- und Theaterrequisiten.

Tipp: Porta Portese war auch die Inspirationsquelle für den gleichnamigen Song von Claudio Baglioni. Zu finden ist dieses Lied auf seinem Album „Questo piccolo grande amore“.

Fiera

Zusätzlich zu den üblichen italienischen Märkten, gibt es einmal im Jahr in einigen Städten und Orten Italiens einen Markt, der praktisch die ganze Stadt/Ort umfasst: die sogenannte Fiera. Diese findet schon seit dem 17. Jahrhundert statt und wird meist am entsprechenden Namenstag des Stadtheiligen veranstaltet. So gibt es in Jesi Ende September immer die „Fiera di San Settimio“, während in Senigallia die „Fiera di San Agostino“ abgehalten wird.

Beim Besuch einer solchen Fiera kommt man wirklich nie mit leeren Händen nach Hause! Tatsächlich sind die folgende Käufe traditionell bei einer Fiera Pflicht:

  • gebrannte Mandeln und caramelle gommose, d.h. Gummizuckerl in XXL-Format (Gummischlangen, Gummibären etc.)
  • der Kauf eines Regenschirms (üblicherweise regnet es zur Fiera immer), Socken und Unterhosen – warum auch immer.
  • und natürlich „il ciaffo della Fiera“, sprich das modische Accessoire der laufenden Fiera-Saison. das kann dann z.B. der perfekte Zucchini-Aufschneider oder der perfekte Wassermelonen-Aufschneider und -Portionierer sein.

Machen dich italienische Märkte genauso glücklich wie uns? Hast du einen Lieblingsmarkt in Italien?

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code